Raum der Entwicklung

Lernen – Erleben- Verändern


Therapie für Kinder und Jugendliche
Zwei Wege der Unterstützung:


Manche Kinder benötigen vor allem Unterstützung beim Lernen, andere bei emotionalen Belastungen. Häufig beeinflussen sich beide Bereiche gegenseitig. Jedes Kind lernt auf seine Weise und bringt seine ganz eigenen Stärken mit. Gemeinsam finden wir heraus, welche Unterstützung Ihr Kind braucht – individuell, verständlich und alltagsnah.

1- Psychologische Einzeltherapie

Eine psychologische Einzeltherapie richtet sich an Kinder und Jugendliche, die emotional oder persönlich belastet sind und Unterstützung in ihrer aktuellen Lebenssituationen benötigen.

✔ Ängsten und Unsicherheiten

✔Selbstwert und Selbstvertrauen

✔ Schulstress und Prüfungsängsten✔ emotionalen Belastungen

✔ familiäre und soziale Konflikte

✔ Veränderungen und schwierige Lebenssituationen


So arbeite ich

🎨 Anschaulich statt abstrakt

Mit Symbolen, Figuren und visuellen Methoden werden komplexe Zusammenhänge für Kinder altersgemäß greifbar und verständlich.

Emotionsregulierung & Verhaltenstraining

Selbstregulation bedeutet, die eigenen Impulse, Emotionen und Handlungen immer besser bewusst steuern zu lernen. Diese Fähigkeiten können durch gezielte Übungen und alltagsnahe Strategien aufgebaut und gestärkt werden.

✔ Problemlösung

die Fähigkeit, kreative Lösungen für Hindernisse und Herausforderungen zu finden, Denkprozesse zu steuern, regulieren und lösen

Diese Funktion hilft Kindern, logisch zu denken und zu experimentieren.

✔ Umgang mit Gefühle

die Fähigkeit, die eigenen Emotionen zu steuern und sie effektiv zu nutzen, um Ziele zu erreichen oder Aufgaben zu erledigen, selbst wenn etwas schief geht.

Sie lernen, mit Frustrationen umzugehen und können sich in unterschiedliche Situationen und Emotionen anderer hineinversetzen.

✔ Planung und Organisation

Die Fähigkeit, vorauszudenken, Handlungsabläufe zu strukturieren und Aufgaben zu priorisieren. Sie müssen sich zunächst vorstellen, was sie schaffen oder erreichen wollen, und dann Schritt für Schritt daran arbeiten, dieses Ziel zu erreichen

Mentale Flexibilität:Die Fähigkeit, sich auf neue Situationen einzustellen, flexibel zu denken und neue Lösungswege zu finden.

✔ Arbeitsgedächtnis

die Fähigkeit, Informationen kurzzeitige zu speichern für die aktive Verarbeitung von Aufgaben oder Problemlösen zu nutzen.

✔ Impulskontrolle

die Fähigkeiten unerwünschte Gedanken, Impulse zu kontrollieren und automatische Reaktionen zu unterdrücken oder eine Aufgabe pünktlich und ohne Verzögerung zu starten. Die Fähigkeit, Impulse zu kontrollieren und nachzudenken, bevor man handelt

✔ Aufmerksamkeitssteuerung

die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf relevante Reize zu lenken und irrelevante Reize auszublenden. Unter anhaltender Aufmerksamkeit versteht man die Fähigkeit, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren, selbst wenn es schwierig wird oder die Ablenkung groß ist.

✔ Zeitmanagement

die Fähigkeit, die Zeit effektiv zu verwalten und Aufgaben innerhalb einer bestimmten Zeit abzuschließen.

✔ Durchhaltevermögen

die Fähigkeit, trotz Rückschlägen oder Schwierigkeiten nicht aufgeben und weiter auf ein Ziel hinzuarbeiten, bis es erreicht ist.

✔ Metakognition – über das eigene Denken nachdenken

die Fähigkeit, Ihr eigenes Denken zu reflektieren, Ihre Leistung zu bewerten und sich selbst zu verbessern

✔Aufbau des Selbstbewusstseins – Gedanken und Emotionen in Einklang bringen

Kinder und Jugendliche haben noch nicht die nötigen Ressourcen, Erfahrungen und Handlungsspielräume wie Erwachsene, um Herausforderungen zu meistern.

Mit einer individuelle und abgestimmte Therapieansätze kann Ihr Kind:

✔ Fertigkeiten und Verhaltensweisen auf unterschiedliche Weise erlernen,

✔Gedanken, Gefühle und Verhalten kontrollieren und angemessen ausdrücken,

✔ alternative Möglichkeiten erlernen, um Angst oder unangenehme Gefühle zu bewältigen,

✔ mit schwierigen Situationen oder Herausforderungen besser umgehen,

✔ seine Resilienz (innere Widerstandskraft) stärken.

2- Individuelle Lerntherapie

Eine Lerntherapie unterstütz Kinder und Jugendliche dabei, ihre schulischen Fähigkeiten gezielt weiterzuentwickeln und wieder mehr Sicherheit und Freude a Lernen zu gewinnen.

Der Schwerpunkt legt auf dem Lernen selbst – auf individuellen Lernvoraussetzungen, Schwierigkeiten und passenden Strategien.

✔ Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten (LRS / Legasthenie)

✔ Rechenschwäche (Dyskalkulie)

✔ Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten

✔ Lernstrategien und Selbstorganisation

So arbeite ich

🔍 Verstehen statt nur üben

Zuerst finden wir gemeinsam heraus, warum Schwierigkeiten entstanden sind.

🧩 Individuelle Förderung

Jedes Kind erhält einen persönlichen Therapie- und Förderplan.

Hochwertige Lern- und Therapiematerialien

Für jedes Kind wähle ich gezielt Materialien aus, die seinen Lern- und Entwicklungsprozess optimal unterstützen. So werden Zusammenhänge sichtbar, Lernen verständlich und Entwicklung nachhaltig gefördert.


Ergänzende Förderangebote

Je nach Bedarf können gezielte Trainings und ergänzende Verfahren in der Lerntherapie eingesetzt werden.

Erst nach einer ausführlichen Diagnose ist es möglich, eine individuelle Therapiemaßnahme zu gestalten. Hier sind nur einige Ablaufbeispiele für die Förderung der auditiven Wahrnehmungsfunktionen auf verschiedenen Ebenen mit unterschiedlichen Trainingsfunktionen:

Basale Hörfunktionen: Es werden Hörreize vorgegeben, die sich nach Intensität, Dauer, Frequenz und Einfallsrichtung unterscheiden.

Lautdiskrimination auf Silben- und Wort-/Nichtwortebene: Ähnlich klingende Sprachlaute (g/k, d/t, b/p, m/n, str/spr, ie/ü, etc.) werden trainiert.

Phonologische Bewusstheit und Kurzzeitgedächtnis: Sprachspiele, bei denen gehörte Wörter nach bestimmten Regeln verändert werden, z.B. alle Selbstlaute durch A ersetzen und die Endungen (el, er, en) unterscheiden.

Hören und Lesen sinnfreier Texte: Der Text wird auf der phonematischen Ebene gelesen, ohne ihn dabei aus dem Sinnzusammenhang erraten zu können.

Laterales Lesetraining: Eine Trainingsmethode, bei der Sprache von CD, Musik oder eigene Sprache (über Mikrofon) – permanent hin- und herwandernd – gehört wird. Die beiden Gehirnhälften sollen gut miteinander arbeiten, um den Inhalt der Sprache zu verstehen.

Rechtschreibtraining: Durch visuelles, strukturiertes Lernen mit Selbstkontrolle und unterschiedliche psychopädagogische Spiele nach Montessori-Prinzipien und Reform-Pädagogik erarbeitet das Kind die wesentlichsten Regeln der Rechtschreibung.

  • Lauttreue Wörter, die in etwa lauttreu verschriftet werden.
  • Regelwörter, die vom Wortstamm abgeleitet, bzw. verlängert werden müssen um richtig geschrieben zu werden, z.B. Schiff von Schiffe, Häuser von Haus, etc., außerdem Schreibungen, die nicht lauttreu sind, aber einer bestimmten Regel folgen, wie „sp“ am Silbenanfang.
  • Merkwörter, die entweder keiner bestimmten Rechtschreibregel folgen (z.B. Fremdwörter) oder Wörter mit Rechtschreibregeln, die sehr schwer zu lernen sind, wie das „Dehnungs-h“, oder das „scharfe ß“.

Bei Menschen, die beim Lesen nicht richtig hinschauen, verfehlt der Blick entweder das Wort oder es wird nur so kurz betrachtet, dass sein Sinn nicht erfasst werden kann. Mit Hilfe einer speziell konzipierten Software wird schrittweise der Text mit einem Farb-Cursor eingeblendet oder nach und nach ausgeblendet. Das Programm wird für jede Person individuell eingestellt und bietet das richtige Training nach einer ausführlichen Diagnose.

Aufholung mathematischer Wissenslücken und Grunderfahrungen und Förderung mittels geeigneter Materialien hinsichtlich:

  • den aktuellen Anforderungen der Schule,
  • der beobachteten Schwierigkeitsbereiche,
  • der allgemeinen mathematischen, lebenspraktischen Grunderfahrungen,
  • spezielle Mathematik-Fördermaßnahmen bieten Entwicklungsanreize, um das Kind in die Lage zu versetzen, die Ursachen der Rechenschwäche besser zu bearbeiten,
  • Grundlagen und Aufholung mathematischer Wissenslücken durch Lernspiele und pädagogische Materialien, wie z.B. Perlen von Maria Montessori und Kieler Zahlenbilder von Christel Rosenkranz.

Denktraining –  Aufgaben richtig lesen und mit Strategie  lösen

Die Ziele des Trainings sind es, die Aufmerksamkeit zu steuern, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden, eigenes Verhalten im Voraus zu planen, sich an übergeordneten Strategien zu orientieren, Selbständigkeit (z.B. Hausaufgaben selbst zu erledigen), reflexiver Arbeitsstil statt impulsivem Vorgehen, vernünftiger Umgang mit Fehlern sowie Vertrauen in das eigene Können zu entwickeln.

Die Schüler lernen spielerisch anhand von Beispielaufgaben, strukturiert zu denken, Regelhaftigkeiten und Gesetzmäßigkeiten zu entdecken und Schlussfolgerungen zu ziehen.

Die Schüler lernen…

  • Denkwege für Problemlösungen zu vereinfachen,
  • Denkstrategien für die Aufgabelösungen zu entwickeln,
  • die Aufmerksamkeit zu steuern,
  • Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden,
  • eigenes Verhalten im Voraus zu planen,
  • sich an übergeordneten Strategien zu orientieren,
  • Selbstständigkeit zu entwickeln,
  • zu einem reflexiven Arbeitsstil zu finden,
  • einen vernünftigen Umgang mit Fehlern und Vertrauen in das eigene Können zu entwickeln,
  • schrittweise eine neue Arbeitshaltung zu entwickeln, die durch den Abbau von vorschnellen oder impulsiven Handlungen gekennzeichnet ist,
  • strukturiert zu denken, Regeln und Gesetzmäßigkeiten zu entdecken sowie Schlussfolgerungen zu ziehen.

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen die langfristige Effektivität des Denktrainings für die Intelligenzleistungen und positive Auswirkungen auf die schulischen Leistungen. Die Übertragungseffekte auf schulische Leistungen wurden ebenfalls festgestellt.

Neurofeedback ist ein digitales Mentaltraining, mit dessen Hilfe unbewusst ablaufende Hirnaktivität durch Rückmeldung (Feedback) wahrnehmbar wird. Das Training soll zu einer besseren Konzentration, erhöhter Aufmerksamkeit, besserer Impulskontrolle und allgemeiner Entspannung führen.

Anwendungsbereiche:

HEG-Neurofeedback wird zur Verbesserung verschiedener psychischer und kognitiver Funktionen eingesetzt, wie Aufmerksamkeitsstörungen (z.B. ADHS), Konzentrationsproblemen, Stress, Ängsten und depressiven Verstimmungen. 

  • Wie funktioniert es?

Ein Sensor in einem Stirnband mit Infrarotsensoren misst die Durchblutung des Frontalhirns der Person, während sie ein Video, Bilder oder Aufgaben auf dem Tablet betrachtet. Die Daten werden analysiert und ihr wird eine Rückmeldung (Feedback) in Form von Balken- und Liniengrafiken dargestellt, damit sie visualisieren kann, wann und wie sie sich konzentriert und entspannt ist. Weiterhin können Gedanken, Emotionen und Glaubenssätze in das Geschehen integriert werden. Daher können neue Gedanken erarbeitet werden, die dann positiv in das Training einfließen.

Das Feedback ermöglicht es der Person, ein neues automatisiertes Muster zu entwickeln, um die Konzentration und An- und Entspannung zu beeinflussen und mit den neuen Gedanken und Gefühlen zu verknüpfen und das Gelernte im Alltag umzusetzen.